Milchviehhaltung

Der Hauptbetriebszweig des Oberzehentnerhofs ist die Milchviehhaltung mit eigener Nachzucht.
In der Anbindehaltung mit Halsrahmen ist Platz für maximal 14 Milchkühe.
Diese werden mit einer Alfa Laval Rohrmelkanlage mit drei Gehängen zwei Mal am Tag gemolken.
Im Winter stehen die Tiere im Stall, werden aber mehrmals wöchentlich ins Freie gelassen, um ihnen den nötigen Auslauf zu gewähren.
Gefüttert wird im Grundfutter mit luftgetrocknetem 3-mähdigem Heu.
Die Felder werden je nach Wetterlage in der letzten Maiwoche bzw. in der ersten Juniwoche das erste Mal gemäht. Nach einer Aufwuchszeit von je 8 Wochen folgen dann noch zwei Schnitte und im Herbst werden die Felder von den Kühen noch abgeweidet. Auf einen früheren Schnittzeitpunkt, kürzere Aufwuchszeiten und öftere Nutzung wird bewusst verzichtet, um ein natürliches Abblühen der Gräser zu gewähren. So wird eine mögliche Artenverarmung bzw. ein Ausbeuten des Bodens verhindert.
Die Felder werden zwei Mal jährlich, im Frühjahr mit Mist und im Herbst mit Jauche, gedüngt. So wird die Humusschicht aufgebaut und dem Boden die nötigen Nährstoffe wieder zugeführt. Zwei etwas feuchtere Wiesen fallen aus diesem Nutzungsschema aus. Die Tiere werden dort Anfangs Mai zuerst zur Weidehaltung gebracht. Eine Mähnutzung erfolgt somit erst später und abwechselnd mit Koppelweide insgesamt nur zwei Mal.
Hier wird im Frühjahr mit Jauche und im Herbst mit Strohmist gedüngt. Die Kälber werden in Gruppenboxen mit Tiefstreu gehalten und ca. 14 Wochen mit Vollmilch getränkt. Danach erfolgt eine Fütterung mit Heu und Kälberkorn. Die Stierkälber werden mit 70kg bis 90kg an Kälbermastbetriebe verkauft. Die Kuhkälber bleiben am Betrieb.
In den Sommermonaten sind die Kälber und Kalbinnen auf der Weide und von Anfangs Juni bis Mitte September auf der Oberzehentneralm in Saalbach-Hinterglem.
Die Kalbinnen, die im Winter mit 2-mähdigem Wiesheu gefüttert werden, bzw. im Sommer frisches Gras fressen, werden mit 24 bis 28 Monaten belegt und kalben somit mit ca. 3 Jahren das erste Mal ab.
Danach startet der Laktationszyklus der jungen Kuh und das Rad beginnt sich von neuem zu drehen.

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